Lehrstühle
Medizintechnik, Strömungsmechanik, Kardiotechnik — mit vorhandenem Kreislaufprüfstand.
Drei Module sind gefertigt, ein Kreislaufprüfstand läuft und hat gefördert. Der nächste Schritt braucht eine Umgebung, die privat nicht herstellbar ist — und Partner, die mit Blut, Kreislauf und Messtechnik umgehen können.
Drei Module existieren als gefertigte Hardware: die pulsatile Membrankammer für den Körperkreislauf, die Mikroaxialpumpe für den Lungenkreislauf und die Pulskammer. Gefertigt wurde additiv, aus Normteilen und in Handarbeit.
Ein Kreislaufprüfstand ist aufgebaut und in Betrieb. Er hat Fluid bei blutähnlicher Viskosität gefördert.
Die Sensorik ist verbaut und in Betrieb: Volumenstrom, Druck und Oxygenierung, beidseitig und jeweils vor und nach dem Eingang, zusätzlich Vor- und Nachlast. Sie ist die Voraussetzung für die Bilanzregelung zwischen Körper- und Lungenkreislauf.
Energiespeicher, Batteriemanagement und induktive Ladung liegen als Konzept und Auslegung vor, nicht als Hardware.
Seit 2017 sind sechs bis fünfzehn Konstruktionsstände entstanden. Die Arbeit erfolgt nebenberuflich mit 15 bis 30 Stunden pro Woche.
Das Konzept wurde in früheren Phasen fachlich mit Prof. Dr. Christoph Bode, ehemaligem Ärztlichen Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Freiburg, diskutiert.
Beide Kammern hängen an einem Antrieb, das Volumenverhältnis ist damit geometrisch festgelegt. Geregelt wird über Hub, Frequenz und die stufenlose Dauerpumpe.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Körperkammer, maximaler Ausstoß | 130 ml |
| Pulskammer Lungenkreislauf | 30 ml |
| Dauerpumpe Lungenkreislauf | 0–12 l/min, stufenlos |
| Schlagfrequenz | 40–150 /min |
| Systemleistung bei vollem Hub | 15,6 l/min bei 120 /min |
| Systemleistung bei reduziertem Hub | bis 16,5 l/min bei 150 /min |
| Regelverhältnis | über 10 : 1 |
Körper- und Lungenkreislauf liegen in Reihe und müssen dasselbe Volumen fördern. Da die Kammern gekoppelt sind, ergibt sich die nötige Dauerpumpenleistung zwangsläufig aus Hub minus Pulskammervolumen mal Frequenz. Bei vollem Hub erreicht die Dauerpumpe bei 120 Schlägen ihre Grenze — das ist der Auslegungspunkt.
Diese Trennung ist bewusst und wird konsequent durchgehalten. Sämtliche Kennwerte im technischen Dossier sind Auslegungsgrößen, keine validierten Messergebnisse.
| Größe | Status |
|---|---|
| Druck | am Prüfstand gemessen |
| Temperatur | am Prüfstand gemessen |
| Laufzeit und Dauerlauf | am Prüfstand gemessen |
| Volumenstrom | rechnerisch ermittelt — nicht gemessen |
| Arterieller Mitteldruck | aus Systole und Diastole berechnet |
| Förderung bei Blutviskosität | erreicht, mit Modellfluid |
| Hämolyse und Blutverträglichkeit | offen — kein Blutversuch durchgeführt |
| Strömungssimulation (CFD) | nicht durchgeführt |
| Struktursimulation (FEM) | nicht durchgeführt |
| Normkonforme Prüfung | offen |
Heutige Unterstützungssysteme arbeiten überwiegend mit Rotationspumpen bei 20.000 bis 50.000 Umdrehungen pro Minute. Verminderte Pulsatilität ist dort verknüpft mit erworbenem von-Willebrand-Syndrom, Blutungen aus arteriovenösen Malformationen und Aorteninsuffizienz; Ursache ist die Zerstörung hochmolekularer von-Willebrand-Multimere durch Scherbelastung.
Diese Verdrängerpumpe arbeitet bei rund 2 Hz — vier Größenordnungen weniger Zyklen und entsprechend geringere Scherbelastung. Das ist eine konstruktive Begründung, keine Wirksamkeitsbehauptung.
Für den Lungenkreislauf ist Pulsatilität ebenfalls belegt relevant: In der Fontan- und Glenn-Zirkulation, in der die Lunge ohne Pulsation durchströmt wird, sind gestörte Endothelfunktion, verminderte Stickstoffmonoxid-Verfügbarkeit und steigender pulmonaler Gefäßwiderstand beschrieben.
Der nächste Entwicklungsschritt ist eine Messreihe mit Tierblut: Verhalten unter realer Viskosität und Zellbelastung statt unter Modellfluid. Dafür fehlen Laborzugang und Messumgebung.
Bei vorhandenem Zugang ist ein Zeithorizont von sechs bis achtzehn Monaten bis zu belastbaren Daten realistisch.
Alle drei sind abgegrenzt, am vorhandenen Prüfstand bearbeitbar und in der Literatur nicht abschließend beantwortet.
Medizintechnik, Strömungsmechanik, Kardiotechnik — mit vorhandenem Kreislaufprüfstand.
Wer eine abgegrenzte, praktisch bearbeitbare Fragestellung für die eigene Arbeit sucht.
Praktiker mit täglicher Erfahrung in extrakorporalem Kreislauf, Pumpen und Blut.
Medizintechnikunternehmen mit eigener Entwicklungs- und Prüfinfrastruktur.
Acht Jahre Vorarbeit. Konstruktion, Auslegung, gefertigte Module, verbaute Sensorik und ein laufender Prüfstand. Ein Partner steigt nicht bei null ein, sondern an einem Punkt, an dem die Mechanik nachweislich arbeitet.
Ko-Autorschaft. Ergebnisse aus gemeinsamer Arbeit werden gemeinsam veröffentlicht.
Freie Nutzung der Ergebnisse. Das Projekt verfolgt kein Erwerbsinteresse. Ziel ist eine Technik, die Menschen erreicht — nicht ein geschütztes Portfolio.
Was fehlt, steht hier, damit niemand es erst herausfragen muss:
Dieses Vorhaben ist ein präklinisches Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Es ist kein zugelassenes Medizinprodukt, es findet keine klinische Anwendung statt, und es wird keine medizinische Beratung erteilt.
Für fachliche Anfragen genügt eine direkte Nachricht an info@kanzlerbiologicals.com. Für alles Weitere steht das Kontaktformular bereit.
Willkommen sind auch Rückmeldungen, die dem Projekt widersprechen. Ein begründeter Einwand ist wertvoller als Zustimmung.