Technische Akte: modulares Kunstherzsystem

Engineering-Dokumentation eines präklinischen Zwei-Kreislauf-Konzepts. Alle Kennwerte sind Zielgrößen bis zur Prüfstandsvalidierung.

Hinweis: Präklinisches F&E-Projekt — kein zugelassenes Medizinprodukt, keine klinische Anwendungsaussage.

A

Systemarchitektur

Das System kombiniert eine pulsatile Membranpumpe für den Körperkreislauf, eine dauerlaufende Mikroaxialpumpe mit Pulskammer und Bypasslogik für den Lungenkreislauf, eine Sensor- und Steuereinheit, ein implantierbares Akkumodul mit BMS sowie eine induktive TET-Ladeeinheit (drei unabhängige Spulenpaare).

Die modulare Gliederung folgt den unterschiedlichen Druckniveaus, Volumenströmen und Fehlermodi beider Kreisläufe. Schnittstellen zwischen Mechanik, Hydraulik, Elektronik und Software sind explizit als Validierungsobjekte definiert.

Systemübersicht — fünf Funktionsmodule
B

Trennung von Körper- und Lungenkreislauf

Der Körperkreislauf erfordert höhere Ausgangsdrücke und größere Schlagvolumina. Der Lungenkreislauf arbeitet bei niedrigerem Druck und erfordert schonende Strömungsführung. Eine gemeinsame Kammer für beide Aufgaben würde entweder die Lunge überlasten oder den Körperkreislauf unterversorgen.

Die getrennte Auslegung ermöglicht unabhängige Regelparameter, klarere Sicherheitslogik und gezieltere Prüfstandstests je Baugruppe.

C

Körper-Hochdruck-Membranmodul

Kernkomponenten: blutberührte Membran (silikonbasiert), Druckplatte, Ein- und Auslassventile, elektrischer Linearantrieb über Rollengewindetrieb. Die Druckplatte ist nicht blutberührt und überträgt den Hub auf die Membran. Diese Hauptkammer versorgt ausschließlich den systemischen Kreislauf.

  • Konzept-Hub: 8–12 mm
  • Kammervolumen: bis 130 ml (kurzzeitiges Auslegungsmaximum)
  • Ausgangsdruck: bis 210 mmHg (kurzzeitiges Auslegungsmaximum, kein Normalbetriebsdruck)
  • Materialien außerhalb der Membran: Ti-6Al-4V, PEEK, EPDM, PU

Offene Prüfpunkte: Membranermüdung, Ventilleckage, Restvolumen, Washout, Antriebsverschleiß.

Körperpumpe — Schnitt und Pulszyklus
D

Mechanischer Linearantrieb

Der Antrieb wandelt Motorrotation in einen definierten linearen Hub um. Vorteil: messbare Hubposition und reproduzierbare Förderphasen. Risiken: Reibung, Wärmeentwicklung, Spiel, Schmierstoffmanagement, Partikelbildung, Endanschlag bei blockiertem hydraulischem Pfad.

Erforderliche Überwachung: Position, Motorstrom, Temperatur, Plausibilität gegen Kammerdruck und Ventilzustand.

E

Membran, Druckplatte und Ventile

Die Membran definiert Dehnungsverteilung, Restvolumen und Stagnationsrisiko. Ventile steuern Füll- und Auswurfphase; Fehltiming führt zu Regurgitation oder Scherbelastung.

Validierung: zyklische Membranprüfung, Öffnungsdruck, Druck-Zeit-Verlauf, Teilblockade, Dichtheit über Lebensdauer.

F

Lungen-Niederdruckmodul

Die Lungenseite besteht aus Dauerlaufpumpe (Grundfluss), Pulskammer (Zusatzpulsatilität und Druckpuffer) sowie Bypassventilen. Pumpe, Kammer und Ventile bilden eine gemeinsame Regelungseinheit.

Lungenkreislauf-Modul — Dauerlaufpumpe, Pulskammer und Bypasssystem
G

Mikroaxialpumpe

Die Grundflusspumpe ist als miniaturisierte Mikroaxialpumpe mit Rotor/Impeller ausgelegt — hier ist ein Impeller im Blutpfad ausdrücklich vorgesehen (anders als bei der Körperpumpe).

  • Durchmesser: ca. 21 mm
  • Pumpenkörper: ca. 10 mm
  • Druckerhöhung: bis 20 mmHg
  • Förderstrom: bis 13 l/min

Offene Punkte: Rotorstabilität, Lagerkonzept, Hämolyse, thermisches Verhalten, Blockadetoleranz, Geräusch, Dauerlauf in antikoaguliertem Blut.

Mikroaxialpumpe — Konzeptabmessungen
H

Betriebsdruck Lungenkreislauf

Der physiologische Lungenkreislauf arbeitet deutlich unterhalb des Körperkreislaufs; die Mikroaxialpumpe ist auf eine Druckerhöhung von bis zu 20 mmHg ausgelegt. Der tatsächliche Betriebspunkt muss patientenadaptiv geregelt werden — Personen mit vorbestehendem Lungenhochdruck liegen physiologisch höher als starre Grenzwerte.

Die Regelung muss Druckanstieg bei steigendem Nachdruck begrenzen. Drucksensoren, Drehzahlregelung, Bypasslogik und Alarme sind integraler Bestandteil der Sicherheitsarchitektur.

I

Pulskammer

Die kleine Kammer auf der Lungenseite ergänzt den kontinuierlichen Grundfluss der Mikroaxialpumpe um kontrollierte Pulsenergie (silikonbasierte Membran) und kann als Druckpuffer wirken. Sie ist ausschließlich für Pulsatilität da, kein Ersatz für die Hauptförderpumpe.

  • Füllvolumen: 40–50 ml
  • Betriebsdruck: 8–20 mmHg
  • Schlagfrequenz: folgt der Hauptpumpe (kein eigener fester Wert)
Pulskammer — Bewegungsablauf
J

Bypassventil 1

Erste Entlastungsstufe: Bei erhöhtem Ausgangsdruck oder unplausiblem Fluss kann ein Teil des Pumpenflusses in die Pulskammer umgeleitet werden. Ziel: Schutz der Mikroaxialpumpe vor Überdruck am Nachdruck.

Prüfkriterien: Ansprechverzögerung, Dichtheit, Fehlerstellung, Partikeltoleranz, sensorische Bestätigung.

K

Bypassventil 2

Zweite Sicherheitsstufe für Fälle, in denen Bypass 1 nicht ausreicht oder die Pulskammer gesättigt ist. Der endgültige Entlastungspfad (Rückführung oder definierter Abfluss) ist architektonisch festzulegen und hydraulisch zu verifizieren.

L

Sensornetz

Lungenmodul: Druck vor/nach Pumpe, Volumenstrom, Drehzahl, Temperatur, Ventilzustand, Pulskammerdruck. Körpermodul: Kammerdruck, Antriebsposition.

Sensoren dienen der Plausibilisierung — z. B. hohe Drehzahl bei niedrigem Fluss als Hinweis auf Blockade, Kavitation, Gerinnsel oder Sensordrift.

Sensorik und Regellogik — Plausibilisierung und definierter Sicherheitszustand
M

Fehlererkennung und Regelzustände

Überwachte Größen: Überdruck, Unterfluss, Druckdifferenz, Temperaturanstieg, Rotorstillstand, Ventilfehler, Pulskammerüberdruck, Stromanomalien, Sensorabweichung.

Abgestufte Reaktion: Leistungsreduktion → Bypass 1 → Bypass 2 → Alarm → definierter Sicherheitszustand. Jede Stufe erfordert Prüfstands- und Fehlerinjektionstests.

N

Akku und BMS

Implantierbares Energiemodul mit Schutz- und Überwachungselektronik.

  • Nennspannung: 14,8 V
  • Kapazität: 4,7 Ah (Konzept)
  • Energieinhalt: ca. 70 Wh

BMS-Funktionen: Zellbalancing, Temperaturüberwachung, Überlad-/Tiefentladeschutz, Überstromschutz. Wärmeabfuhr ist bei implantierter Bauweise kritisch.

Akku / BMS — Explosionsdarstellung
O

TET-Energieübertragung

3 gleich große Außenspulen, 3 gleich große implantierte Empfängerspulen — 3 unabhängige Paare, keine Zwischenspulen. Je Einheit 2 redundante Elektronik-/Regelmodule. Positionierung der Außenspulen magnetisch unterstützt.

  • Implantationstiefe der Empfänger: ca. 3–4 mm unter der Haut
  • Frequenz: noch offen (150 kHz bisher nur vorläufiger Untersuchungswert)
  • Angestrebter Wirkungsgrad: 85 % (noch kein fertiger Wertebereich)
  • Spulengröße und Magnetkraft: noch offen

Validierung: Lagetoleranz, Gewebeerwärmung, EMV, Fehlpositionierung, Abschaltlogik.

AA

Wärmeverteiler

Flacher Wärmeverteiler mit nichtleitender, gewebeverträglicher Flüssigkeit und kleinem aktivem Kreislauf (nicht rein passiv).

  • Abmessungen: ca. 25 × 8 × 0,4 cm, beide großen Oberflächen zusammen ca. 400 cm²
  • Rechnerischer Ansatz für die erste thermische Modellierung: ca. 70–100 ml/min Flüssigkeitsfluss
  • Beispiel-Verlustleistung 10,7 W ist reine Rechenannahme, keine bestätigte Grenze
  • Flüssigkeitstyp, Umwälzpumpe und absolute elektrische Leistungsaufnahme: noch offen

Hinweis: handelsübliche Silikonöle dienen nur der Vorab-Rechnung und sind damit noch lange nicht implantierbar.

Q

Notstrom-Port: Systemwerte

Bereits festgelegt (nicht bestätigte Zahlen bleiben ausdrücklich TBD; frühere Leistungsabschätzungen sind keine Spezifikation):

  • Normale Energieübertragung: 3 voneinander unabhängige TET-/Spulenkanäle
  • Zwei redundante, gleich groß dimensionierte interne Akkumodule — fällt eines aus (darf dabei nicht auslaufen), übernimmt das andere
  • Zweck der Akkumodule: nicht nur Notfall-Rückfallebene, sondern Alltagsfreiheit ohne induktiven Ladegürtel (z. B. Sport, Duschen) für eine gewisse Zeit
  • Gesamtkapazität und Aufteilung je Modul: noch nicht festgelegt (TBD)
  • Notpumpe: 1 Einheit, 2 getrennte Impeller, 2 hydraulisch vollständig getrennte Kreisläufe, gleicher Volumenstrom auf beiden Seiten, Förderstrom 4–5 l/min — reiner Notlaufwert, nicht Normalbetrieb
  • Systemischer Notbetrieb: mittlerer arterieller Druck mindestens 70 mmHg, Ziel ca. 80 mmHg
  • Pulmonaler Notbetrieb: noch nicht eindeutig festgelegt — muss patientenadaptiv geregelt werden, da Personen mit vorbestehendem Lungenhochdruck physiologisch höher liegen als ein starrer 12-mmHg-Grenzwert
  • Elektrische Leistung der Notpumpe: TBD — durch Prüfstandsmessung einschließlich Anlauf und ungünstigstem Betriebspunkt
  • Einsatzdauer des Ports: bis Reparatur/Austausch; konkrete Mindestdauer TBD
R

Notstrom-Port: Zweck und Betriebszustände

Der Port ist die vierte und letzte Energieebene: drei induktive Kanäle, redundante interne Akkumodule, ein unabhängiger Notcontroller mit Notpumpe, und ein direkter perkutaner Notstrom-Port.

Nach Ausfall aller Spulen läuft das System zunächst aus dem Akku weiter und löst sofort Alarm aus. Der Port soll angeschlossen werden, solange noch Akkureserve vorhanden ist — nicht erst nach vollständiger Entladung.

Betriebsfolge: Port geschlossen → sterile Sonde eingesetzt → mechanisch verriegelt → Abdichtung geprüft → Isolation geprüft → Kontakte geprüft → Vorladung → Stromfreigabe → Notpumpe übernimmt → Akku wird nur mit Überschuss geladen.

Beim Entfernen erfolgt die Reihenfolge umgekehrt: zuerst Akkuübernahme und Stromabschaltung, danach Entriegelung.

S

Notstrom-Port: Grundaufbau

  • Ein einzelner bipolarer Anschluss, keine zwei getrennten Einstichstellen
  • Zwei kräftige Leistungskontakte (Plus/Minus) plus zwei niederenergetische Pilot-/Prüfkontakte oder eine gleichwertige kontaktlose Sitzprüfung
  • Leistungskontakte vollständig innerhalb einer abgedichteten Kammer; keine spannungsführende Metallfläche darf Gewebe oder Körperflüssigkeit berühren
  • Sonde und Port mechanisch codiert — falsche Orientierung oder Verpolung ist physisch unmöglich
  • Pilotkontakte schließen zuletzt und öffnen zuerst: Strom fließt erst, wenn die Leistungskontakte vollständig sitzen
  • Selbstschließende innere Barriere plus äußere sterile Abdichtung; bei Flüssigkeitseintritt keine Stromfreigabe, Alarm, Wechsel auf Akku
  • Port im Normalbetrieb vollständig unter intakter Haut; Zugang ausschließlich als sterile medizinische Notfallmaßnahme
T

Notstrom-Port: Elektrische Architektur

Notstrompfad: externe medizinische Stromquelle → Notstromsonde → hermetische Durchführung → unabhängiger Eingangsschutz → Notstrom-DC-Bus → Notcontroller/Notpumpe. Separater Nebenpfad: Notstrom-DC-Bus → unabhängige, geschützte Ladeelektronik → Akkumodule.

  • Beide Versorgungsleiter elektrisch schwebend gegenüber Erde, Gehäuse und Patient; kein Körper als Rückleiter; galvanische Trennung der externen Quelle
  • Kein gewöhnliches Netzteil, USB-Netzteil oder offener Laboranschluss darf direkt an den Port angeschlossen werden können
  • Leistungseingang stromlos während Einführen/Entfernen; hardwarebasierte Freigabe — Software allein darf die Kontakte nicht einschalten
  • Vorladung gegen Funken/Einschaltstrom/Spannungseinbruch; Verpolschutz, Über-/Unterspannungs-, Überstrom- und Kurzschlussschutz
  • Überwachung von Isolations- und Kontaktwiderstand, Spannung, Strom, Leistung, Temperatur; Defibrillations- und Elektrochirurgie-Festigkeit müssen geprüft werden
  • Stromausfall/Kabelbruch darf keinen Neustart des Notcontrollers verursachen; bei zu wenig Eingangsleistung stoppt zuerst das Laden, die Pumpe hat immer Vorrang
  • Akkuzellen werden niemals unter Umgehung einer validierten Schutzschaltung geladen; der direkte Pumpenpfad funktioniert auch bei defektem normalem BMS
  • Keine Internet-, Cloud-, Benutzerkonto- oder Funkanforderung

Noch TBD: Nenneingangsspannung, zulässiger Spannungsbereich, Dauerstrom, Spitzenstrom/Dauer des Pumpenanlaufs, notwendige Dauerleistung, maximale Kontaktverluste, zulässiger Leckstrom, Isolationsspannung, Umschaltzeit Akku ↔ extern, maximale Ladeleistung — erst nach Vermessung von Pumpe, Controller und Akku festlegbar.

U

Notstrom-Port: Mechanische Anforderungen

  • Hermetisches implantiertes Gehäuse, bevorzugt Titan als Ausgangsbasis; Keramik- oder Glas-Keramik-Durchführung für die elektrischen Leiter
  • Polymer darf als isolierende Führung dienen, aber nicht ungeprüft die einzige Langzeitbarriere bilden
  • Kontakte aus korrosions- und verschleißbeständiger Legierung (Material TBD); keine galvanisch ungünstige Metallpaarung; keine scharfen Kanten in Hautnähe
  • Mechanische Verriegelung mit eindeutiger Rückmeldung; externes Kabel mit Zugentlastung und kontrollierter Abreißstelle, damit Zug nicht auf Implantat/Gewebe wirkt
  • Port muss tastbar oder durch ein eindeutiges medizinisches Ortungssystem auffindbar sein; Lage darf nicht mit Spulen, Blutleitungen oder Druckzonen kollidieren
  • Magnetische Positionierung darf unterstützen, aber nicht die einzige Verriegelung sein

Noch TBD: Portdurchmesser/-höhe, Masse, Implantationstiefe, Einführweg/-kraft, Haltekraft, zulässige seitliche Belastung, Kabelzuggrenze, Zahl zulässiger Zugriffe, vorgesehene Implantatlebensdauer, Austauschpflicht nach Notfallbenutzung. Sicherste aktuelle Konzeptannahme: einmaliger Notfallzugriff, danach chirurgische Kontrolle bzw. Austausch.

V

Notstrom-Port: Thermische Sicherheit

  • Temperatursensor unmittelbar am Leistungsanschluss, zweiter Sensor an der implantierten Gehäuseoberfläche
  • Permanente Berechnung der Kontaktverluste aus Strom und Spannungsabfall — kein unerkannter lokaler Hotspot
  • Stufenreaktion bei Erwärmung: Akkuladung stoppen → Alarm auslösen → wenn möglich auf zweiten externen Eingang oder Akku wechseln → Leistung nur reduzieren, wenn der Mindestblutfluss erhalten bleibt
  • Ein Temperaturfehler darf die Pumpe nicht kommentarlos abschalten

Zulässige Oberflächen-/Gewebetemperatur und maximaler Temperaturanstieg bleiben TBD, abzuleiten aus Normen, präklinischen Daten und Risikobewertung.

W

Notstrom-Port: Sterilität und Infektionsschutz

  • Haut im Normalbetrieb vollständig geschlossen; Port dauerhaft gegen Körperflüssigkeiten abgedichtet
  • Sterile Einwegsonde bzw. steriles Einweg-Zugangsset; wiederverwendbare äußere Elektronik bleibt außerhalb der sterilen Barriere
  • Sterilisationsverfahren muss Material, Dichtungen, Kontakte und Elektronik berücksichtigen; nach Alterung/Zugriffen erneute Prüfung auf mikrobielle Dichtheit
  • Keine Flüssigkeit als elektrisches Kontaktmedium; keine antibiotische Beschichtung als Ersatz für eine echte Barriere
  • Klinische Verwendung nur durch geschultes Personal; nach Nutzung kontinuierliche Kontrolle auf Infektion, Gewebeschaden und lokale Erwärmung
X

Notstrom-Port: Redundanz und Fehlerbeherrschung

Der Port darf nicht abhängen von: den drei Empfangsspulen, deren Gleichrichtern, der normalen Ladeelektronik, dem Hauptcontroller, dem normalen Kommunikationssystem, einem funktionsfähigen Akku, oder einer Internet-/Funkverbindung.

Zu prüfende Einzelfehler: Leitung unterbrochen, Kontakt kurzgeschlossen, Sonde nur teilweise eingesetzt, falsche Sonde, Flüssigkeit/Verschmutzung im Zugangsweg, Temperatursensor defekt, Pilotkontakt hängt fest, Hauptcontroller vollständig ausgefallen, normales BMS ausgefallen, externe Versorgung bricht ein, Kabel herausgezogen, Software hängt, elektromagnetische Störung, Defibrillation während Versorgung, Kontaktwiderstand steigt, Dichtung beschädigt.

Ein einzelner Fehler darf weder offene Kontakte unter Spannung setzen noch alle Energiepfade gleichzeitig ausschalten. Wo beide Ziele technisch gegeneinander wirken, ist eine dokumentierte Risikoentscheidung mit unabhängiger manueller klinischer Rückfallebene erforderlich.

Y

Notstrom-Port: Notcontroller und Software

  • Physisch und elektrisch unabhängiger Notcontroller; minimaler Funktionsumfang: Pumpe steuern, Strompfad überwachen, Alarme ausgeben
  • Unabhängiger Hardware-Watchdog; definierter Neustart ohne unkontrollierten Pumpenstillstand; keine Firmware-Aktualisierung während des Notbetriebs
  • Lokale Hardware-Identifikation des zugelassenen Netzteils/Kabels; Sicherheitsfunktion beruht nicht ausschließlich auf Verschlüsselung oder Software

Ereignisspeicher für: Ausfallzeitpunkt der Spulen, Akkuladestand, Anschlusszeit des Ports, Spannung/Strom/Leistung, Kontakt- und Gehäusetemperatur, Isolationsstatus, Kontaktwiderstand, Pumpendrehzahl/Fluss/Druck, Alarme und Umschaltungen.

Z

Externe Notstromeinheit

  • Medizinisch isolierte, batteriestützte Stromquelle mit Netzbetrieb und eigenem externen Akku
  • Zwei unabhängige externe Versorgungseinheiten bzw. sofort verfügbare Reserveeinheit; Ausgang bleibt bis zur vollständigen Verriegelung spannungsfrei
  • Spannungswandlung und weitergehende Elektronik sitzen bewusst in dieser externen, patientenfernen Einheit — nicht im kleinen Steckverbinder selbst, um die Angriffsfläche direkt an der Körper-Schnittstelle klein zu halten
  • Anzeige von Verbindung, Isolation, Spannung, Strom, Leistung, Temperatur, Akkuzustand; akustische und optische Alarme
  • Kein Standardstecker, der versehentlich an eine ungeeignete Quelle angeschlossen werden kann; Einhändige Bedienbarkeit mit medizinischen Handschuhen muss geprüft werden; kein Cloud-Zwang
  • Steriles Zugangsset mit überwachten Verfalls- und Verpackungsdaten

Einsatzumgebung (Rettungsdienst, Klinik oder beide) ist noch TBD.

P

Validierungsprogramm (offen)

Geplante bzw. ausstehende Nachweise:

  • CFD und Strömungsvisualisierung (PIV)
  • Hämolyse- und Thrombogenitäts-Screening
  • Membran- und Ventil-Dauerläufe
  • Rotor-/Lager-Endurance
  • Thermische und elektrische Sicherheit (Akku, Laden)
  • Software-Fehlerlogik und EMV
  • Sterilisation und biokompatible Materialfreigabe

Status: Konzept- und Engineeringdokumentation — keine klinische Wirksamkeitsaussage.