Entwicklungsweg: vom ersten Konzept zur aktuellen Architektur

Drei Entwicklungsstränge in ihrer Reihenfolge: Gesamtsystem, Membran und Antriebe. Frühere Architekturstufen bleiben sichtbar und sind als solche gekennzeichnet.

Gesamtsystem Kunstherz

Phase 1

Erste Membranpumpen-Konzepte Abgeschlossen

Kammer, Membran und steuerbarer Hub als Grundprinzip.

Phase 2

Mechanisches Membranprinzip Abgeschlossen

Kraftübertragung auf die Membran, Klappenphasen und reproduzierbarer Hub.

Phase 3

Trennung von Körper- und Lungenkreislauf Abgeschlossen

Hochdruck- und Niederdruckseite als getrennte Aufgaben.

Phase 4

Pulmonaler Dauerfluss Abgeschlossen

Miniaturisierte Dauerflusspumpe für den Grundfluss im Lungenkreislauf.

Phase 5

Frühere Architekturstufe Frühere Stufe

Modulare Zwei-Kreislauf-Architektur mit Körperkammer, Pulskammer und Dauerflusspumpe. Drei Module wurden gefertigt und ein Kreislaufprüfstand aufgebaut. Die damaligen Auslegungswerte sind durch die aktuelle Architektur ersetzt.

Phase 6

Aktuelle Architektur Aktueller Stand

  • pulsatile Kammer für den Körperkreislauf
  • Pulskammer und Dauerflusspumpe für den Lungenkreislauf
  • Reservefunktionen für den Ausfall einzelner Komponenten
  • Form am menschlichen Herzen orientiert
  • Akku, Elektronik und Energieübertragung außerhalb des Herzbeutels
Phase 7

Systemintegration Geplant

Zusammenführung von Kammergeometrie, Membran, Antrieb, Sensorik, Energieversorgung und Sicherheitskonzept.

Phase 8

Nächste Benchtop-Systemgeneration Geplant

Zusammenführung von CAD, Simulation, Prototypen und Dauerlaufdaten in eine weiterentwickelte Benchtop-Systemgeneration.

Hochzyklenfestes polymeres Membransystem für eine pulsatile Kunstherzpumpe

Eigenständiges, dokumentiertes F&E-Vorhaben in sechs Arbeitspaketen. Die Pakete laufen teilweise parallel.

AP 1

Anforderungsanalyse und Membranauslegung Laufend

Ermittlung von Hub-, Druck- und Bauraumanforderungen; parametrische Auslegung verschiedener Membrangeometrien.

AP 2

Werkstoffauswahl, Membranguss und Probenherstellung Laufend

Auswahl geeigneter Elastomere; Herstellung und Charakterisierung ein- und mehrlagiger Membranproben mit variierten Wandstärken, Rollradien und Vorspannungen.

AP 3

CAD-Konstruktion, numerische FE-Simulation und Prototypenfertigung Laufend

Nichtlineare FE-Simulation mit hyperelastischen bzw. viskoelastischen Materialmodellen; lokale Hauptdehnungen, Spannungen und Biegeradien; iterative Prototypen.

AP 4

Funktionstests und iterative Geometrieanpassung Laufend

Funktionstests der Prototypen und iterative Anpassung von Geometrie und Membraneinspannung.

AP 5

Entwicklung des Mehrplatz-Dauerlaufprüfstands Laufend

Prüfstand mit definiertem Hub und Gegendruck sowie Zyklen-, Druck-, Temperatur- und Leckageüberwachung.

AP 6

Dauerlauf-, Frequenzvalidierungs- und Versagensanalyse Laufend

Parallele Dauerläufe bei unterschiedlichen Frequenzen; Analyse von Rissen, Kriechen, Abrieb, Materialermüdung und Schichtversagen; Abgleich mit der Simulation.

Antriebe

Phase 1

Linearhub im Konzept Abgeschlossen

Erste Konzepte mit steuerbarem Linearhub.

Phase 2

Elektromechanischer Ansatz Frühere Stufe

Motor mit Gewindetrieb als früherer Favorit, konstruktiv ausgelegt.

Phase 3

Konzeptvergleich Laufend

Mehrere Antriebsprinzipien werden nach Bauraum, Wärme, Verschleiß, Regelbarkeit und Lebensdauer verglichen.

Phase 4

Prüfstandsvergleich Geplant

Ausgewählte Antriebe werden unter gleichen Bedingungen geprüft — gleiche Kammern, Drücke und Messmethoden.

Phase 5

Auswahl Geplant

Entscheidung nach Prüfstandsdaten, nicht nach Theorie.