Antrieb: aus Rotation wird ein präziser Hub

Als aktueller Hauptansatz wird ein bürstenloser Elektromotor (BLDC) in Verbindung mit einem Planetenrollengewindetrieb untersucht. Die Rotation des Motors wird in einen präzisen linearen Hub der Druckplatte umgesetzt.

Aktuell favorisierter Ansatz — konstruktiv noch nicht festgelegt.

Kraftpfad des Hauptantriebs: BLDC-Motor → Planetenrollengewindetrieb → geführter Schlitten → Druckplatte → Membran. Nicht maßstäblich.

Ein Hub in fünf Schritten

  1. Der BLDC-Motor erzeugt Rotation.
  2. Der Planetenrollengewindetrieb wandelt die Rotation in linearen Hub um.
  3. Linearschlitten und Führung halten die Druckplatte gegen Verkanten.
  4. Die Druckplatte bewegt die Membran von der Mechanikseite — Auswurf.
  5. Der Rückhub ermöglicht die Wiederbefüllung der Kammer.
Ein Zyklus: Füllung bei zurückgezogener Druckplatte, Auswurf beim Vorhub. Nicht maßstäblich.

Warum dieser Ansatz untersucht wird

Hohe Kraftdichte

Viel Kraft auf wenig Bauraum — entscheidend für ein kompaktes Gehäuse.

Präzise Wegregelung

Der Hub lässt sich genau stellen, messen und regeln.

Wenige Zwischenstufen

Weniger mechanische Übertragungsglieder, potenziell hohe Effizienz.

Kraft und Hub aus der aktuellen Konzeptrechnung

GrößeWertStatusHinweis
Druckplattenkraft, Hauptsystemca. 150–250 NZielwertDesignbereich
Hubca. 10–20 mmSchätzungabhängig von der wirksamen Membranfläche

Hub bei 120 ml Auswurf — abhängig von der Membranfläche

Wirksame MembranflächeErforderlicher Hub
50 cm²ca. 24 mm
70 cm²ca. 17 mm
90 cm²ca. 13 mm

Einfache Rechnung Volumen ÷ Fläche. Die endgültigen Werte sind noch nicht konstruktiv festgelegt.

Notantrieb: klein, eigenständig, begrenzt

Zusätzlich zum Hauptantrieb wird ein kleinerer, unabhängiger Notantrieb untersucht — mit eigenem Motor, eigener Spindel und möglichst eigenem Kraftpfad. Er muss nicht den vollen Hub erreichen. Zielgröße ist ein Notauswurf von ungefähr 60 ml; das Ziel ist Überbrückungs- und Notbetrieb, nicht die volle Alltagsleistung.

FrequenzRechnerische Förderleistung bei 60 ml
60 / min3,6 l/min
80 / min4,8 l/min
100 / min6,0 l/min

Grobe Rechnung aus Zielvolumen × Frequenz — kein gemessener Wert.

Schmierung und Verschleißkonzept

Der Antrieb wird auf geringe Reibung, kontrollierte Führung und sehr hohe Zyklenzahlen ausgelegt. Ziel ist, Kontaktstress, Spiel, Schmierstoffalterung und Partikelbildung konstruktiv zu minimieren. Diskutiert werden:

  • gekapselte Langzeitschmierung des mechanischen Antriebs
  • Vermeidung von Gleitreibung, wo möglich
  • weiche Beschleunigungs- und Umkehrprofile, keine harten mechanischen Endanschläge
  • Partikelfänger oder Filter als optionale Ergänzung

Eine permanente Ölumlaufpumpe wurde diskutiert, ist aktuell aber kein bevorzugter Basisansatz: Sie brächte zusätzliche Wärme, Leitungen, Filter, Dichtungen und Ausfallstellen.